1. Vertragsabschluss
Der Vertrag kommt dadurch zustande, dass der Reisende sich beim Veranstalter verbindlich und schriftlich zur Reise, die im Katalog beschrieben ist, oder die vom Veranstalter individuell für den Reisenden ausgearbeitet und angeboten wurde, anmeldet und dass der Veranstalter diese Anmeldung in einer schriftlichen Buchungsbestätigung bestätigt. Diese Buchungsbestätigung enthält Angaben über das Reiseziel, den Reisepreis und die Zahlungsmodalitäten. Bei Gruppenreisen enthält die Buchungsbestätigung zudem ein Datum, bis wann der Veranstalter wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl vom Vertrag zurück treten kann.

2. Zahlung / Sicherungsschein / Versicherungen
Mit der Buchungsbestätigung erhält der Reisende einen Sicherungsschein (das deutsche Pendant zur Schweizer Reisegarantie), der ihn im Falle der Insolvenz des Veranstalters absichert.
Nach Eingang der Buchungsbestätigung ist eine Anzahlung von 10% des Reisepreises fällig. Bei Syrienreisen kann es vorkommen, dass sofort der gesamte Rechnungsbetrag gefordert wird. Dies ist nicht zu beanstanden und liegt im Ermessen des Veranstalter, der dies aufgrund von Kurzfrstigkeit und Dollarschwankungen entscheidet. Wurden vom Veranstalter Flüge vermittelt, ist der Preis dieser zusammen mit der Anzahlung fällig. Die restliche Summe ist spätestens sechs Wochen vor Reisebeginn zu zahlen. Es empfiehlt sich dringend, eine Reiserücktrittskostenversicherung abzuschliessen. Dies kann auch durch die Vermittlung des Reiseveranstalters geschehen. Es wird ausserdem empfohlen, eine Reiseabbruch- und Reisekrankenversicherung mit Rückholversicherung abzuschliessen. Die Rechte aus den genannten Versicherungen und den Flugvermittlungen muss der Reisende direkt selbst bei der jeweiligen Gesellschaft geltend machen. Der Veranstalter ist lediglich Vermittler für den Abschluss des Versicherungsvertrags.

3. Rücktrittsrechte / Änderungsrechte
3.1. des Reisenden
3.1.1. Reiserücktritt
Der Reisende darf bis zum Antritt der Reise jederzeit vom Reisevertrag zurück treten. Der Rücktritt soll schriftlich erklärt werden und ist an die unter 4. genannte Anschrift zu entrichten. Nach wirksamen Rücktritt kann der Veranstalter anstelle des Reisepreises eine angemessene Entschädigung verlangen. Mussten vom Veranstalter keine Vorausleistungen geleistet werden gilt Folgendes:

Bis zum 60.Tag vor Reiseantritt: Pauschal € 100 pro Buchung Bearbeitungsgebühr
60 – 46 Tage vor Reiseantritt: 10 % des Reisepreises, mindestens aber € 100
45 – 31 Tage vor Reiseantritt: 30% des Reisepreises
30 – 21 Tage vor Reiseantritt: 60% des Reisepreises
20 – 10 Tage vor Reiseantritt: 80% des Reisepreises
09 – 00 Tage vor Reiseantritt: 100% des Reisepreises

Musste der Veranstalter eine Vorausleistung erbringen (z.B. bei Buchungen in sogenannten Riads, in denen mit der Reservierung eine nicht zurück zu erstattende Anzahlung geleistet wurde), werden diese ohne Abzüge oder Addierungen an den Reisenden weiter gegeben. Bei Reisepaketen, in denen der Veranstalter als Vermittler für einen Flug aufgetreten ist, oder wie bei Gruppenreisen der Flug Bestandteil des Reisepreises sein kann, ist der Veranstalter an die Tarifbestimmungen der Linienfluggesellschaften gebunden und gibt deren Stornierungskosten dem Reisenden weiter. Für Umbuchungen, Namensänderungen und Storno können relativ hohe Gebühren belastet werden, welche dem Reisenden zusätzlich zu den Bearbeitungsgebühren (s.o.) in Rechnung gestellt werden. Für alle Flugbuchungen gelten die Stornobedingungen der entsprechenden Fluggesellschaft und Tarifklasse. Der Reisende ist berechtigt, an seiner Stelle einen Ersatzreisenden zu benennen, der bereit ist, in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag an Stelle des Reisenden einzutreten. Dieser Ersatzreisende kann dann vom Veranstalter abgelehnt werden, wenn dem behördliche Anordnungen entgegen stehen (z.B. bei einem Gruppenvisum in Syrien, das längere Zeit im Voraus beantragt werden muss). Der Ersatzreisende haftet neben dem Reisenden als Gesamtschuldner für den Reispreis sowie für die durch den Eintritt entstehenden Mehrkosten. Der Veranstalter erhebt für seinen eigenen Aufwand bei der Vertragsübertragung eine Pauschale von € 25. Darin sind die Kosten für ein eventuell notwendiges Visum des Ersatzreisenden nicht enthalten. Soweit in den Reiseleistungen ein Flug enthalten ist, tragen der Reisende und der Ersatzreisende auf Nachweis des Veranstalters neben der Pauschalgebühr von € 25 die Mehrkosten, die von der Fluggesellschaft für die Umbuchung bzw. Umschreibung auf den Ersatzreisenden berechnet werden..

Dies können Stornogebühren der Fluggesellschaft sowie die Kosten für einen neuen Flugschein bei einer anderen Fluggesellschaft sein, siehe auch oben: Arrangements mit Fluggesellschaften. Soweit der Veranstalter den Flug neben dem eigentlichen Reisevertrag nur vermittelt hat, besteht kein Anspruch auf Beförderung des Ersatzreisenden. Der Ersatzreisende muss sich selbst um seine Anreise kümmern.

3.1.2. Reiseabbruch
Sollte der Reisenden die Reise nicht aufgrund höherer Gewalt die Reise vorzeitig abbrechen, so kann ihm der Reisepreis nicht zurück erstattet werden. In dringenden Fällen (Krankheit, Unfall, Tode einer nahestehenden Person o.ä.) bemüht sich der Veranstalter, dem Reisenden bei der Organisation der vorzeitigen Rückreise, behilflich zu sein. In solchen Fällen springt eine Reiseabbruchversicherung für die entstandenen Kosten ein. Reiseabbruch aufgrund höherer Gewalt s.Pkt. 6

3.2. des Veranstalters
3.2.1. Einseitige Reisepreiserhöhung
Der Veranstalter kann den Reisepreis erhöhen, wenn zwischen dem Zugang der Buchungsbestätigung beim Reisenden und dem vorgesehenen Reisebeginn mindestens zwei Monate liegen. Die Erhöhung kann nur verlangt werden, wenn sie durch eine Änderung der Wechselkurse, die Erhöhung von Beförderungskosten oder von Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- und Fluggebühren bedingt ist. Der Veranstalter muss die Erhöhung und ihre Auswirkung auf die Kalkulation des Reisepreises im Erhöhungsverlangen darstellen und berechnen. Eine Erhöhung kann nur bis zum 21. Tag vor Reisebeginn verlangt werden. Sie ist dem Reisenden unverzüglich mitzuteilen, sobald dem Veranstalter der Grund bekannt wird. Wird eine Erhöhung von mehr als 5% des Reisepreises verlangt, so kann der Reisende vom Vertrag zurück treten. Er muss in diesem Fall den Rücktritt unverzüglich nach dem Erhöhungsverlangen des Veranstalters erklären.

3.2.2.  Einseitige Änderung der Reiseleistungen
Der Veranstalter kann vor Antritt der Reise durch einseitige Erklärung Reiseleistungen ändern, wenn dies durch die örtlichen Bedingungen erforderlich ist. Die Erklärung ist unverzüglich nach Kenntnis vom Änderungsgrund abzugeben. Soweit es sich dabei um eine Minderung wesentlicher Reiseleistungen handelt, kann der Reisende vom Vertrag zurück treten. Dieses Rücktrittsrecht muss gleichfalls unverzüglich ausgeübt werden.

3.2.3. Einseitige Änderung des Reiseprogramms
Der Veranstalter behält es sich im Interesse des Reisenden vor, das Reiseprogramm zu ändern, wenn unvorhergesehene Umstände es erfordern (z.B. Routenänderung aufgrund von politischen oder klimatischen Bedingungen).

3.2.4. Nicht Erreichen der Mindestteilnehmerzahl bei Gruppen
Der Veranstalter kann vom Vertrag zurück treten, wenn bis 30 Tage vor Reisebeginn nicht die für eine wirtschaftlich sinnvolle Durchführung der Reise erforderliche Zahl von Reiseverträgen abgeschlossen ist. Der Veranstalter muss den Rücktritt unverzüglich nach diesem Zeitpunkt erklären oder aber im Einverständnis mit den Reisenden einen Kleingruppenzuschlag erheben.

3.2.5. Nachhaltiges Stören der Gruppe durch einen Einzelnen
Der Veranstalter kann bei Gruppenreisen auch nach Reiseantritt einem Kunden den Reisevertrag kündigen, und zwar dann, wenn dieser Kunde trotz mehrmaliger Anmahnung und Hinweisen durch den Veranstalter – im Gastland vertreten durch den Reiseleiter – die Gruppe nachhaltig stört, gefährdet oder sich in solchem Masse vertragswidrig verhält, dass die fristlose Aufhebung des Vertrags gerechtfertigt ist. Hierbei sind die Eigenart und die Anforderungen der Reise sowie die Belange der Gruppe zu berücksichtigen. Kündigt der Veranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis, muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen anrechnen lassen.

3.3. Die Rücktrittsrechte wegen höherer Gewalt und wegen eines Mangels der Reise bleiben unberührt.

4. Was gilt bei Mängeln der Reise?
Ist der Reisende der Ansicht, dass eine Reiseleistung von der vereinbarten Reise zu seinen Ungunsten abweicht, so hat er dies dem Veranstalter unverzüglich anzuzeigen.  Ist ein Reiseleiter dabei (nicht nur ein Fahrer), muss auch dieser unverzüglich benachrichtigt werden.
Die Beschwerde ist zu richten an

Tour Serail / Muriel Brunswig-Ibrahim
Turnseestrasse 6
79102 Freiburg – Deutschland
Telefon : +49 (0) 761 64107 oder + 49 (0) 172 616 74 08
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unterbleibt die Anzeige, so läuft der Reisende Gefahr, dass er seine Rechte auf Minderung verliert. Will der Reisenden den Mangel selbst beseitigen oder will er aus Anlass des Mangels den Reisevertrag kündigen, so muss er dem Veranstalter zuvor eine angemessene Frist setzen, binnen derer der Veranstalter Abhilfe zu schaffen hat. Die Setzung der Frist darf nur dann unterbleiben, wenn die Abhilfe vom Veranstalter verweigert wurde oder die sofortige Abhilfe nicht möglich ist. Ansprüche wegen eines Mangels oder Schadensersatzansprüche hat der Reisende innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche nur noch geltend machen, wenn er an der Einhaltung der Frist ohne sein Verschulden verhindert worden ist. Die Ansprüche verjähren ab dem Tage, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte.

5. Haftungsbegrenzung
Für Schäden, die nicht Körperschäden sind, haftet der Veranstalter nur bis zur Höhe des dreifachen Reisepreises,
-    wenn der Schaden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig vom Reisenden selbst herbeigeführt wurde oder
-    wenn der Veranstalter allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist oder
-    wenn der Schaden nicht aufgrund kriegerische Ereignisse, höherer Gewalt, Flugverspätungen oder Streiks entsteht. Diese Beschränkung gilt jeweils pro Reisenden und Reise. Soweit für die Leistung eines Leistungsträgers internationale Abkommen oder auf solchen beruhende gesetzliche Vorschriften gelten, die einen Schadensersatzanspruch beschränken oder von bestimmten Voraussetzungen abhängig machen, so kann sich auch der Veranstalter gegenüber dem Reisenden auf diese Regelungen berufen, wenn es um einen entsprechenden Schadensersatzanspruch geht.
Für unvorhergesehene Routenänderungen, die entweder organisatorisch notwendig sind und/oder zu Ihrer Sicherheit vorgenommen werden müssen (z.B. kriegerische Ereignisse, Unruhen, Naturkatastrophen, Streiks, etc.) wird keine Haftung übernommen. Für Leistungen, welche der Reiseteilnehmer während der Reise nicht beansprucht (Ausflüge, Besichtigungen, Mahlzeiten) besteht kein Anspruch auf Rückvergütung. An Bergbesteigungen, Wanderungen, Trekkings, und anderen Sportaktivitäten und Unternehmungen, die mit besonderen Risiken verbunden sind, nimmt der Reiseteilnehmer auf eigenes Risiko teil. Bei Todesfall, Körperverletzungen oder Erkrankung, welche im Zusammenhang mit Flugtransporten oder mit der Benutzung anderer Transportunternehmen eintreten, sind die Entschädigungsansprüche der Höhe nach auf die Summe beschränkt, die sich aus anwendbaren internationalen Abkommen oder nationalen Gesetzen ergeben. Eine weitergehende Haftung ist in diesen Fällen ausgeschlossen.

6. Höhere Gewalt

Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reisende als auch der Veranstalter vom Vertrag zurück treten.

Erfolgt der Rücktritt vor Reisebeginn, so entfällt der Reisepreis. Der Veranstalter hat aber Anspruch auf Bezahlung der Hälfte der bis dahin erbrachten Reiseleistungen, z.B. bei Riadübernachtungen, Flügen, wenn dieser Bestandteil des Reisevertrags war oder Wagenmieten. Ist der Veranstalter nur als Vermittler von Flügen aufgetreten, braucht er keinen Ersatz leisten.
Erfolgt der Rücktritt nach Reisebeginn, so hat der Veranstalter die Rückreise zu organisieren. Der Reisende hat bis dahin erbrachten Reisleistungen zu bezahlen, nicht erbrachte Leistungen sind ihm zu erstatten. Etwaige Mehrkosten der Rückbeförderung tragen Veranstalter und Reisender jeweils zur Hälfte. Andere Mehrkosten fallen dem Reisende zur Last.

Gerichtsstand für die von Tour Serail veranstalteten Reisen ist Freiburg i.Br.